"Seefalke" lässt Kommunikation unter Einsatzbedingungen üben E-Mail
20120530-seefalke1-thumbIm letzten Mai-Wochenende hat die Fachgruppe Information und Kommunikation der Kreisfeuerwehr Osterholz sich auf den Weg nach Schleswig-Holstein gemacht, um dort an der "Seefalke" - Kommunikationseinsatzübung teilzunehmen, die dieses Jahr in Zusammenarbeit mit dem Kreis Pinneberg durchgeführt wurde.

Ein starkes Unwetter ist manchmal schon Grund genug für das Auslösen eines Katastrophenfalles. Dieses Jahr hat es den Kreis Pinneberg aber übungsseitig besonders schwer getroffen. Während der schweren Wetterlage ist am Freitag ein einmotoriges Privatflugzeug in ein Hauptumspannwerk des Energieversorgers abgestürzt. Folge dieses Unglückes war ein Strom-Blackout( Kompletter Stromverlust)  in den Kreisen Pinneberg, Steinburg und Segeberg.

Da die örtlichen Hilfsorganisationen einen solch schwerwiegenden Einsatz nicht allein abwickeln konnten, wurde der Katastrophenfall festgestellt und um überörtliche und länderübergreifende Nachbarschaftshilfe gebeten.

Aus dem gesamten nördlichen Bundesgebiet rückten am Freitag somit übungsgemäß vorbereitet über 20 verschiedene Einsatzeinheiten der Feuerwehren, DRK, THW und Fernmeldeeinheiten in der Marseille-Kaserne in Appen ( Luftwaffenstützpunkt) ein und machten sich mit ihren mehr als 52 Einsatzfahrzeugen im Bereitstellungsraum einsatzbereit.

Die einzelnen Einheiten der beteiligten Organisationen erhielten Samstag in aller Frühe dann ihre Einsatzbefehle und wurden auf 5 aufgabenbezogene Einsatzabschnitte unterteilt.

Hauptaugenmerk war dabei die Sicherstellung der Kommunikationswege nach Ausfall von Telefon- und Mobilfunknetzen. Insbesondere die Bereitstellung von Notrufannahmestellen, die Versorgung mit Betriebsstoffen und die Organisation evtl. notwendiger Evakuierungen stellten in der Einsatzlage die größten Herausforderungen dar.

Die Fachgruppe IuK Kreisfeuerwehr Osterholz unterstützte die Einsatzleitung vor Ort mit dem ELW 2, sie war für den Untereinsatzabschnitt Beleuchtung und Elektrizität verantwortlich. Das im Einzelnen bedeutete verschiedene Fachgruppen des THW  und Feuerwehr zu koordinieren und Maßnahmen zur Ausleuchtung von Sammelstellen und Bereitschaftsräumen zu erstellen.

Die freilaufend organisierte Übung bot insgesamt sehr viel Platz für kreative Ideen, so dass der Katastrophenstab von den einzelnen Einsatzabschnitten viele Meldungen, Anforderungen und Lageinformationen erhielt, die übungsseitig zu bearbeiten und zurückzumelden waren via analogfunk und dem neuartigen Tetra Funk.

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Zum Abschluss am Sonntag waren sich alle Beteiligten einig, dass diese Zusammenarbeit sehr gut funktioniert hat. Die beteiligten Organisationen bedankten sich bei der Stadt Cuxhaven für die Ausrichtung der Übung. Wir freuen uns besonders darüber, dass es auch in 2014 einen Falken geben wird!
Weitere Informationen über die "Seefalke"-Übungen findet man auf der Internetseite www.seefalke-cuxhaven.de

Text und Fotos: Andreas Berger