Dienstversammlung beschäftigte sich mit der Zukunft der Feuerwehren E-Mail
News - 2010

bmdv2010_thumbKreisbrandmeister Paul Rodig hatte die Führungskräfte der Gemeinde- und Ortsfeuerwehren am 20. November zur jährlichen Dienstversammlung eingeladen. Im Schützenhof Hüttenbusch konnte er neben den Orts- und Gemeindebrandmeistern auch Landrat Dr. Jörg Mielke, Dezernent Richard Eckermann, sowie zahlreiche Gäste von den befreundeten Hilfsorganisationen aus dem Landkreis begrüßen.

Schwerpunkt der Dienstversammlung lag in den Berichten. So führte Kreisbrandmeister Paul Rodig die aktuellen und kommenden inhaltlichen Schwerpunkte der Feuerwehrarbeit aus. So stellte Rodig eine Projektarbeit vor, die sich mit der Sicherstellung des Brandschutzes in Niedersachsen vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung beschäftigt. Die Bevölkerung in Deutschland wird zurückgehen, erst langsam, dann dramatisch. Als Spiegel der Gesellschaft wird dies ebenfalls die Freiwilligen Feuerwehren treffen, beginnend in den Jugendfeuerwehren. Mit sechs verschiedenen empfohlenen Handlungsfeldern werden in der genannten Projektarbeit Vorschläge unterbreitet, dieser Entwicklung entgegen zu wirken. (hier den vollständigen Abschlussbericht herunterladen)

Weitere Themen war die Einführung des Digitalfunks im Jahr 2012 und die Zusammenlegung der Leitstellen mehrerer Landkreise in Bremerhaven. Es sei auch geplant, die Landesfeuerwehrschule Celle aufzugeben und ebenfalls in Celle-Scheuen mit einem Millionenaufwand ein neues Ausbildungs- und Schulungszentrum aufzubauen. Diese Pläne werden von Kreisbrandmeister Rodig sehr begrüßt, kann so die Attraktivität und die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren deutlich gesteigert werden.

Derzeit sind 52 Ortsfeuerwehren in den sieben Gemeinden des Landkreises aufgestellt. Diese gliedern sich in fünf Schwerpunktwehren, 16 Stützpunktwehren sowie in 31 Feuerwehren mit Grundausstattung. Rund 1.700 Mitglieder sind in den Ortsfeuerwehren aktiv. Im Vorjahr sind 810 Einsätze erforderlich geworden.

Zur Einsatzserie in Grasberg, die auf das Konto eines Brandstifters gehen, kritisierte Rodig die Bericherstattung einer Lokalzeitung. Hier wurden in einem Artikel gleich mehrfach Vermutungen von Grasbergern Bürgern zitiert, die den Brandstifter in den Reihen der Feuerwehren vermuten. "Positiv waren allerdings die Reaktionen aus der Bevölkerung, von Vereinen, Verbänden und Firmen, die ein eindeutiges Bekenntnis zu ihrer Feuerwehr und zu deren verwantwortungsvoller Arbeit abgegeben haben. Ihnen allen sei dafür gedankt, das hat uns gut getan." freute sich Rodig, über die Flut an positiven Leserbriefen und Stellungsnahmen.

Kreis-Jugendfeuerwehrwart Christof Renken berichte der derzeit drei Kinderfeuerwehren im Landkreis Osterholz. Weiter erinnerte er deutlich an zahlreiche Schnittstellen zwischen der Jugendabteilung und der Einsatzabteilung und warnte davor, dass durch mangelnde Unterstützung, unüberlegte Personalauswahl und fehlende Qualifikation der Jugendfeuerwehrwarte und Betreuer die Arbeit und die Ziele der Jugendfeuerwehr nicht erfüllt werden könnten. "Diese Punkte dürfen wir niemals aus den Augen verlieren", appellierte er an die Gemeinde- und Ortsbrandmeister.

kfb-uebung-2010-002_thumbThorsten Schaffert, der erst vor einigen Monaten zum Kreisbereitschaftsführer ernannte wurde, berichtete ausführlich und mit umfangreichem Bildmaterial über die Anfang November in Worpswede stattgefundene Übung der Kreisfeuerwehrbereitschaft.

Weitere Berichte hielten Kreisausbildungsleiter Jürgen Tienken, Kreisfunkmeister Rainer Bahrenburg und Kreissicherheitsbeauftragter Heinz-Dieter Meyerdierks.

bmdv2010-ehrungen_thumbLandrat Dr. Mielke zeichnete zahlreiche Kameraden für ihre 40-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr aus und gab erneut das deutliche Signal, dass durch die konstruktive Zusammenarbeit zwischen Kreisfeuerwehr und Landkreis viele Themen offen besprochen werden könnten und in die richtige Richtung gelenkt werden könnte, wie zum Beispiel die Einführung eines neuen Alarmierungssystems und die Einführung des Digitalfunks.

bmdv2010-befoerderungen_thumbZum nächsthöheren Dienstgrad wurden Gemeindebrandmeister Jochem Pieper aus der Gemeinde Ritterhude, Kreisbereitschaftsführer Thorsten Schaffert und Kreis-Jugendfeuerwehrwart Christof Renken.

 

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