Kinderfeuerwehren werden Thema im Ostkreis E-Mail
News - 2010

Bild vergrößern"Die Frage nach dem ob, stellt sich nicht mehr. Die Frage lautet wann eine Kinderfeuerwehr im Landkreis Osterholz gegründet wird", lässt Kreis-Jugendfeuerwehrwart Christof Renken verlauten. Zum Beispiel im Rahmen der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Worpswede wurde ausführlich über die Hintergründe und die Vorteile einer Kinderfeuerwehr informiert. Auch in der Ortsfeuerwehr Lilienthal-Falkenberg wird intensiv über eine Gründung nachgedacht. Hier gibt es bereits rund 10 interessierte Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren, wie Jugendfeuerwehrwart Harm Behrens kürzlich berichten konnte.

In Niedersachsen gibt es derzeit ca. 300 Kinderfeuerwehren. Namen wie Löschzwerge oder Floriansgruppen sind dabei weitaus attraktiver und weit verbreitet. Insbesondere die Region Hannover und die Landkreise Lüchow-Dannenberg oder Lüneburg sind hier weit voran und berichten von zahlreichen positiven Erfahrungen.

Der Blick auf die demographische Entwicklung verursacht Sorgenfalten auf den Gesichtern der Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren. So wird die Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten immer weniger Kinder und Jugendliche zählen. Der Anteil der älteren Bevölkerungsgruppe nimmt nach den Prognesen dagegen deutlich zu. Da das System der Freiwilligen Feuerwehr auf das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger aufbaut, macht man sich heute schon Gedanken, dieses System nachhaltig zu sichern.

Die Gründung von Kinderfeuerwehren ist hier ein Ansatz, Kinder im Alter ab ca. sechs Jahren für die Feuerwehr zu begeistern. Sie sollen im Idealfall mit zehn oder elf Jahren in die Jugendfeuerwehr und später dann zwischen 16 und 18 in die Einsatzabteilungen wechseln. "Kinder unter zehn Jahre konnten wir bislang nicht aufnehmen, aber gerade dann ist die Begeisterung für rote Autos und Blaulicht besonders groß", macht Renken deutlich und weist auch auf den Wettbewerb mit anderen Vereinen und Organisationen hin. Das Angebot schon für Kinder sei sehr groß und bietet für alle Interessen etwas. Bald nun endlich auch für die an der Feuerwehr interessierten Kinder.

Das Angebot der Kinderfeuerwehren soll in erster Linie Spaß machen. Eine "Ausbildung" wie in der Jugendfeuerwehr wäre hier nicht passend, vielmehr soll der Zusammenhalt in der Gruppe gestärkt werden und gemeinsame Aktivitäten sollen im Mittelpunkt stehen. Denkbar ist dabei alles Mögliche, wie Faschingsfeiern, Erntefestumzüge, Laternelaufen oder Besuche in Freizeitparks oder andere Besichtigungen und Ausflüge. Auch kleine Wochenendzeltläge sind möglich. Bei den monatlichen oder vierzehntägigen Treffen wird ebenso viel zusammen gespielt und gebastelt. Natürlich wird auch hier der Bezug zum Thema Feuerwehr eine wesentliche Rolle spielen. Ein bisschen Wissen über die Feuerwehr, wie zum Beispiel das richtige Absetzen eines Notrufes kann und soll natürlich auch in den Floriansgruppen geübt werden.

Derzeit werden die rechtlichen Rahmenbedingungen auf den Weg gebracht. Zunächst muss eine Satzungsänderung der jeweiligen Freiwilligen Feuerwehr auf den Weg gebracht werden, um eine weitere Abteilung wie die Kinderfeuerwehr überhaupt zu gründen. Damit wäre dann auch der wichtige Versicherungsschutz der Kinder und der Betreuer gewährleistet.

"Ich gehe davon aus, dass noch im Jahr 2010 die erste Kinderfeuerwehr im Landkreis Osterholz gegründet wird", freut sich Kreis-Jugendfeuerwehrwart Christof Renken und bietet die Hilfe und Unterstützung der Kreis-Jugendfeuerwehr allen Ortsfeuerwehren an.

Für die Ortsfeuerwehr Lilienthal-Falkenberg steht Ortsbrandmeister Andreas Hensel (04298 / 1472) und für die Gemeinde Worpswede Gemeindebrandmeister Axel Elster für Fragen zur Verfügung. Es werden im Übrigen auch noch Frauen und Männer gesucht, die sich mit der Betreuung der "ganz kleinen Feuerwehrleute" widmen möchten. Eine Dienstverpflichtung zur Mitwirkung im aktiven Einsatzdienst besteht hier aber nicht.

 

 

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